Juli 7

Zwei „Hammertage“ nacheinander

 
 
 

Nachdem schon am 2.7. eine ganze Reihe weiter Streckenflüge gemacht werden konnten, nahte mit dem 5.7. der absolute Hammertag der bisherigen Saison, Grund genug einen Tag Urlaub zu nehmen.

Zwar war das Wetter in Betzdorf anfangs nicht einfach und abends auch zunehmend durchwachsen, aber lest selbst, dem Bericht von Max über seinen Zielrückkehrflug nach Tirschenreuth mit Jörg im Arcus ist nichts hinzuzufügen:

„Guten Morgen,

der OLC wertet den gestrigen Tag als einen der besten Tage der letzten 20 Jahre.

Bezogen auf den Startplatz Betzdorf muss man das leider etwas relativieren. Die Ortsvorhersage hat schon ein wenig danach ausgesehen, dass es nicht ganz früh von Betzdorf los gehen wird.

Wir waren um 10 Uhr startklar, von Thermik war da allerdings noch nichts zu sehen. Trübe Brühe mit Flusen und ohne Struktur.  Dietrich ist dann um 10:40 gestartet und hatte wohl etwas Mühe oben zu bleiben. Ab da hat das Wetter aber aufgebaut, so dass wir als 3. um 11 gestartet sind.

Noch ziemlich magere Aussichten – Startbereit im Arcus, Uli startet schon

Thermisch ging es direkt mit mäßiger Thermik auf 1400NN, Wir hatten aufgrund der gutenen Prognose im Süd-Osten einen Ziel-Rückkehrflug nach Tirschenreuth programmiert, um möglichst ins beste Wetter zu fliegen.

Ein FAI wäre sicher auch möglich gewesen… Der Flug lief über Gießen hinaus noch etwas verhalten, nach Überqueren des Gießener-Becken konnten wir mit der Basis > 2000NN arbeiten und wurden schneller.  Richtig gut wurde es etwa ab der Wasserkuppe und danach immer besser.

Wir brauchen 10m/sec Varios !

Ab Bayreuth ging es auf über 2500m NN und wir konnten ohne einen Kreis zur Wende fliegen. Die Wende selbst ist thermisch wohl nicht der Brüller, da sind sehr viele Seen im Umkreis, was man direkt gemerkt hat.

On Tour – schöner geht´s nicht !

Rückweg:

Grundsätzlich hatten wir vor, spätestens um 15 Uhr zu wenden, da wussten wir natürlich nicht, wie gut das Wetter wird. Die Wende haben wir dann (weil auch deklariert) um 14:30 Uhr genommen und uns auf den Rückweg gemacht.

Unten Getreide ernten – Oben Thermik ernten

Eine anfängliche Idee, in Richtung Suhl in den Thüringer zu fliegen, haben wir verworfen, da das optisch nicht besser aussah als der direkte Heimweg. Unser Vorhaben ab da war, zügig nach Hause fliegen, Aufgabe abschließen und dann schauen, ob wir noch was dran hängen können. Immerhin waren durch die Ziel-Rückkehr-Programmierung ja nur zwei von 6 möglichen Schenkeln verbraucht.

Bis hinter die Rhön lief es dann wieder wie geschnitten Brot.

Erste Anzeichen von Schwäche machte das Wetter dann etwa ab Alsfeld gegen 17 Uhr. Die Thermik war schwer zu finden und immer mehr Wolken wurden Nieten. In der Höhe sah man Lentis und Cirren oberhalb der CU Bewölkung, was beides von Westen her heran zog.

Das Sauerland war noch gut entwickelt, allerdings wollten wir nicht riskieren die Aufgabe offen zu lassen. Nach Betzdorf wurde es immer schwächer und es war sehr schwer nutzbare Thermik zu finden, so dass wir fast direkt gelandet wären. Erst über Wehbach haben wir mal wieder gutes Steigen gefunden um nochmal Höhe zu machen.

Wieder zuhause nach 779 km

An eine weiterreichende Verlängerung der Strecke war leider dann nicht mehr zu denken, so dass es bei den kurzen Schenkeln im „Gleitbereich“ des Platzes geblieben ist.

Lustigwar, als wir nach einem Abstecher Richtung Norden landen wollten, haben wir um 19 Uhr am Platz wieder knapp 2 m/s gefunden und konnten nochmal bis zur Kalteiche fliegen. So wurde es dann immerhin ein 3/4 – 1000er 😜

Hätten wir den Tag wirklich größer fliegen wollen, hätten wir mindestens 30-45min über unsere Wende hinaus fliegen müssen, was bei der zu der Zeit hohen Geschwindigkeit sicher einige Km gebracht hätte. Ob wir allerdings 1-1,5h später noch nach Betzdorf gekommen wären kann ich nicht sagen…

Für Betzdorf war das also schon gut, da später Start und relativ frühes Ende“

779km standen dabei am Ende auf dem Tacho … Tirschenreuth und zurück! Flugdetails siehe

https://www.weglide.org/flight/181377

Auch Uli war unterwegs, sein Kommentar: „Das deckt sich mit meiner Wahrnehmung des gestrigen Fluges, es ging etwas spät und mühsam los, die Mitte im Süden fantastisch, zum Ende hin kräftiger Gegenwind, zerrissene, schlecht auffindbare Bärte mit relativ schwachem Steigen in bockiger Luft…“

Aber immerhin 571km nach Burg Feuerstein und zurück. Flugdetails siehe

https://www.weglide.org/flight/181535

Auch Dietrich war mit seinem Riesenbomber unterwegs und legte 621km zurück: erst nach Rothenburg und dann über den Thüringer Wald bis kurz vor Eisenach und dann zurück nach Betzdorf. Flugdetails siehe

https://www.weglide.org/flight/181390

Wir könnten echt noch mehrere dieser Tage gebrauchen Petrus !

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