Juni 30

Über drei Wochen Hammerwetter und ganz schön was los beim SFC!

 
 
 

Von Ende Mai bis fast Ende Juni diesen Jahres hatten wir durchweg gutes bis sehr gutes Flugwetter, die besten Tage waren allerdings fast immer Wochentage, aber auch die Wochenenden waren wettermäßig nicht zu verachten, teilweise mit Thermik bis in die späten Abendstunden. Dementsprechend aktiv waren die SFC-Mitglieder in der Luft!

Larissa und Daniel fliegen die wendige Ka-8

Auch heute noch spielt die wendige Ka-8 trotz ihrer Zugehörigkeit zum Ü60-Club immer noch eine wichtige Rolle in der Segelflugausbildung. Kaum ein Segelflugzeug reagiert so spontan auf das Einfliegen in die Thermik und ebenso schnell auf Ruderausschläge. Da macht es auch alten Hasen wie Armin schon mal Spaß, einen Werkstattflug auf fast eine Stunde auszudehnen.

Armins Anflug mit der Ka8 wird beobachtet

Wichtiger ist jedoch das Erfolgserlebnis der Flugschüler/innen, die von der doch etwas trägen ASK-13 auf diesen klassischen Schuleinsitzer umsteigen.

Larissa´s erster Start in der Ka-8

Da kann man die Ka-8 nach dem ersten Flug schon mal „knutschen“. Larissa und Daniel haben dieses Erlebnis gerade hinter sich gebracht und waren begeistert!

Larissa in der Ka-8 – Freude pur!

Inzwischen haben sie auch ihre ersten längeren Thermikflüge damit gemacht. Alles Nötige wie Trimmgewicht und Kissen für den knallharten Sperrholzsitz kommen natürlich vorher noch rein, da kann man es dann schon mal gemütlich 1,5 Stunden oder länger aushalten.

Daniel ist voll konzentriert beim Start in der Ka-8

Unser Ka-8 Vereinsrekord liegt allerdings seit Sommer 2015 bei etwas über 7 (!) Stunden, Pilot war Markus II (hinten im Bild an der Tragfläche) während unseres Fliegerlagers in Saal a.d. Saale. An jenem Tag war die Basis bei über 3.000m/NN! Und da er damals noch keinen Schein hatte, musste er sich immer (mehr oder weniger) in Sichtweite aufhalten.

Das 50 ltr. Bierfässchen, das Markus I seit bestimmt 10 Jahren für einen Ka-8 Flug über 300 km (Dreieck oder Zielrückkehr) versprochen hat, steht allerdings noch immer bei der Brauerei bereit, mal sehen ob sich jemand traut (das gibt übrigens bärig viel OLC-Punkte mit der Ka-8). Viva alte Ka-8, wir lieben Dich immer noch!

Kevin steigt auf die LS-4 um

Einen Tick eleganter lässt es Kevin inzwischen angehen und fliegt sich auf der LS-4 ein. Da kommt zur Wendigkeit noch die Gleitleistung und das angenehm stabile Kurvenflugverhalten, das alle LS-Flieger auszeichnet. So kann man dann schon mal ausgedehntere Touren machen, als vorher mit der Ka-8.

Max fliegt alleine

Und unser Neuzugang Max 3 hatte gerade erst am 18.5.2023 seine Segelflugausbildung begonnen und hat sich jetzt schon freigeflogen! Grandiose Leistung, Max! Nach 30 Starts mit unseren Fluglehrern hieß es für ihn am Samstag (24.6.), die ASK 13 ganz alleine zu fliegen.

Gleich geht´s zum ersten Mal alleine in die Luft – Max checkt nochmal alles

Diese „A-Prüfung“ kam für ihn eher unerwartet. „Eigentlich wollte ich einfach nur chillen“, so der frischgebackene A-Schüler. Doch die Fluglehrer Lutz und Marco sahen das anders. Nach den Seilrissübungen und der Landung „aus ungewohnter Position“ stand dem ersten Soloflug nichts mehr im Weg.

„Was ist, wenn ich dir sage, dass du gleich alleine fliegst?“, fragte Lutz und baute kurzerhand den hinteren Steuerknüppel und Fallschirm aus der ASK 13 aus.

Max erster Soloflug auf der ASK-13 – Fluglehrer Lutz hält die Tragfläche und läuft mit

Max selbst beschreibt den Moment, als das Seil eingeklinkt war und die Husky das Seil anzog, als sehr aufregend: „Da hieß es für mich dann: ‚Augen auf und durch.‘“

Souverän und problemlos meisterte der Flugschüler dann seine drei Starts bei bestem und ruhigem A-Prüfungswetter. Dann erklärte Lutz ihm erstmal das Taufprozedere.

Lutz erklärt Max das Taufprozedere zur A-Prüfung – da kommt niemand drum rum!

Da staunten unsere Neumitglieder Alina und Manuel nicht schlecht, wie schnell das gehen kann, aber auch über die „Taufzeremonie“. Es ist allerdings sicher nicht die Regel. Max 3 war schon ziemlich „special“ und hat natürlich auch schon einen Spitznamen, der kommt aber nicht ins Internet ;-).

Erstmal der gutmütigen ASK-13 danken, die fast alles verzeiht

Natürlich musste er danach die Zeremonie mit Danksagung, der Optimierung des Fingerspitzengefühls für dieThermik und der Verbesserung des Sitzfleisches über sich ergehen lassen – mehr wollen wir an dieser Stelle nicht verraten, aber ihr kennt das ja schon.

Der etwas dornige Thermikstrauß zur Optimierung des Fingerspitzengefühls

Wir wünschen unseren Ka-8 Piloten/innen und Kevin ebenso wie Max 3 noch viele weitere spannende Flüge, gute Thermikbärte, sichere Landungen und weiterhin ganz viel Spaß an der Segelfliegerei!

Peter gratuliert Max zur erfolgreichen A-Prüfung

Streckenflieger nutzten Hammerwetter

Die stabile Schönwetterlage der vergangenen drei Wochen waren eigentlich außergewöhnlich für diese Jahreszeit, selten gibt es so etwas, und dann noch gepaart mit bester Thermik. So wurden am 15.6.2023 alleine in Deutschland 12 Flüge mit über 1.000km Strecke geflogen. Arbeitsbedingt konnten unsere Streckenpiloten da nicht ganz mithalten, aber am Wochenende des 17.6. gab es doch sehr gute Strecken, Axel kam immerhin auf 850km, dafür aber ohne Stress.

Max und Nils zurück vom Pfingstausflug mit dem Arcus-T – auch in drei Stündchen kann man was reißen

Unsere weiteren Cracks tummelten sich von 500+ bis 650+ km und sind jetzt immerhin 3. in unserer Liga, Chapeau! Und natürlich weiter so! Als unsere 7 Schnupperpiloten/innen diese Zahlen hörten, mussten sie erstmal nachfragen, ob das nicht Fliegerlatein war, aber nein, es war belegt und konnte auf WeGlide gut nachvollzogen werden, siehe https://weglide.org/club/122.

Inzwischen hat sich das Wetter wieder etwas „normalisiert“ (im negativen Sinne), mal sehen was die Saison noch bringt, das Fliegerlager in Beilngries steht ja auch noch bevor und wir freuen uns riesig darauf!

Und noch was Wichtiges: Wir haben jetzt ein neues Rettungsmitglied namens „Defi“!

Der SFC hat jetzt zusätzlich zum neu ausgestatteten Notfallrucksack im Startbus noch einen halbautomatischen Defibrillator bekommen, liebevoll „Defi“ genannt, den Doc Larissa und Gatte günstig für den SFC „organisiert“ hatten, herzlichen Dank für euer besonderes Engagement!

Das ist unser neuer Defibrillator – er hilft uns im Notfall Leben zu retten!

Nachdem wir schon den Kurs bezüglich Reanimationsmaßnahmen gemacht hatten, war es am 27.6. so weit, dass die erweiterte Reanimation mit dem Defi mittels E-Schock geschult wurde. Dafür hatten sich unser Doc Larissa und DRK-Notfallsanitäter Jens Jungmann bereit erklärt, uns das Gerät zu zeigen und uns in der Anwendung zu schulen. Sechs SFC-Mitglieder hatten sich dazu am Platz eingefunden, etwas mehr hätten wir da schon erwartet. Aber es gibt ja noch einen weiteren Termin.

Volle Action mit dem Defi – Thomas macht Herzmassage, Moritz Atmungsunterstützung, nach zwei Minuten ist dann der Defi dran!

Eigentlich war die Vorgehensweise relativ einfach und gut verständlich, der Defi spricht nämlich zum Benutzer und führt ihn/sie durch das Prozedere. Die Kombination aus klassischen Reanimationsmaßnahmen plus Elektroschock gibt bessere Rettungschancen im Notfall. Da das Gerät vor dem E-Schock eine Messung der Herzströme durchführt, die danach ausgelesen werden kann, hat der evtl. später eintreffende Notarzt dann auch sofort mehr Daten zur Verfügung.

Geht eigentlich ganz einfach – „Leben“ retten im Dreier Team mit Katharina, Peter (später Thomas), Jens und Moritz

Das Gerät ist sehr leicht und batteriebetrieben. Wir werden es in der Flugleitung installieren. Alle, die an dem Defi-Training teilgenommen haben, oder anderweitig schon Erfahrungen damit haben, können es dann im Notfall schnell erreichen und bedienen.

Die ersten „SFC-Defis“ mit Notfallsanitäter Jens (3. von links) – Doc Larissa filmt

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