Unser Wetter – heiß, heißer, Hochschwarzwald
Das Flugwetter auf unserem Gastgeberflugplatz Reiselfingen bei Löffingen war insgesamt relativ gut, aber eben extrem heiß, mit Temperaturen in Platzhöhe (740m) von bis zu über 30 Grad.

Trotzdem waren die Teilnehmer natürlich froh, dass kein Flugplatz im Flachland gewählt worden war, da es dort bis weit über 35 Grad warm war.

Wer sich dann aus der bodennahen Hitze, manchmal etwas mühevoll oder erst im zweiten Anlauf, Richtung Wolkenbasis oder Inversionsschicht bei Blauthermik hochgearbeitet hatte, konnte neben Fernsicht auch ein kühles Lüftchen unter den Wolken genießen.

Apropos Wolken, die hatten teilweise wie auf den Fotos eine Basis von weit über 3.000m NN, aber bei FL100 war natürlich für uns Segelflieger erstmal Schluss.

Intensive Ausbildung auf Fliegerlager trägt Früchte
Abgesehen davon, dass alle Teilnehmer ihre Windenstartberechtigungen aktualisieren konnten, gab es auch noch viele weitere Ausbildungserfolge im Fliegerlager, selbst wenn manchmal das Vorseil abhanden kam.

Unser neuer Flugschüler Stefan Ledovskich hatte im Juni geschnuppert und sich dabei heftig mit dem „Fliegervirus“ infiziert. In Reiselfingen machte er jetzt seine ersten Schulstarts und ist total begeistert.

Er schult nun zusammen mit Bruno und Levi auf unserer alten ASK-13 und der ASK-21 weiter.

Zudem hat er uns das Frühstück mit leckerstem Honig aus seiner eigenen Hobby-Imkerei versüßt. Wer besten Naturhonig aus nachvollziehbarer Herkunft und nicht aus anonymen Anbaugebieten möchte, kann sich gerne bei ihm melden!
Daniel Ortmann konnte am 31.7. in Reiselfingen die praktische Prüfung zum Startwindenfahrer mit Bravour ablegen. Und Benni Neef hat seine ersten Schlepps als Windenfahrer in Ausbildung gemacht.

Den SFC freut es dabei besonders, dass wir in den letzten Jahren eine ganze Reihe neuer Windenfahrer ausbilden konnten, sozusagen im Vorgriff auf unsere mittelfristige Flugplatzmodernisierung. Danke dass ihr euch so beispielhaft engagiert !
SFC-Brandmelder auf Strecke
Am 2.8. meldete Felix während eines Streckenflugs nahe Oberhamersbach/Kinzigtal einen Waldbrand per WhatsApp aus seinem Flieger an Markus. Der gab die Meldung mit Ortsangabe und Koordinaten per 112 weiter. Obwohl die für Reiselfingen zuständige Leitstelle der 112, wohin unser Anruf ging, nicht direkt weitervermitteln konnte, bekamen wir innerhalb von vier Minuten aus der zuständigen Leitstelle im Kinzigtal ein Feedback mit einem herzlichen Dankeschön für die Meldung, die dort schon anderweitig aufgeschlagen war.

Also, egal wo ihr fliegt, nicht nur aufs Vario schauen: Waldbrände kann man von oben besser erkennen als vom Boden aus, wo man zwar den Rauch sieht, aber eben nur schwer den Brandherd genau lokalisieren kann.
Ausbildungs-Highlights zum Ende des Fliegerlagers
Das waren dann kurz vor Ende des Fliegerlagers tatsächlich noch zwei A-Prüfungen:
Unsere Fluglehrer Armin, Axel und Jochen hatten keine Mühen gescheut und unsere Flugschüler Levi und Bruno bestens trainiert und vorbereitet.

So konnte am 5.8. unser Flugschüler Levi mit drei perfekten Flügen zur A-Prüfung in der ASK-13 schon mal vorlegen.

Wenn später die Wolken weg sind, kann man durchaus den Mond anpeilen, um die Richtung zu halten 😉




Die Taufe abends war dann fast erfrischend!



Schon einen Tag später, am 6.8., folgte ihm dann auch Bruno mit drei ebenso perfekten Flügen und erfrischender Taufe am Abend.







Und wenn ein strahlender Fluglehrer Armin sagte, dass es bei beiden A-Piloten perfekte Flüge waren, dann ist das wirklich so!
Der SFC beglückwünscht die neuen Piloten und wünscht ihnen jederzeit einen letzten Aufwind am Abend für eine sichere Rückkehr und viele spannende Flüge.
Voneinander lernen macht Spaß – Benny zeigt Stefan, was man an der ASK-13 alles überprüfen muss, bevor der erste Start rausgehen kann.

Am letzten Tag konnte dann auch Benny Stinner nach einjähriger „Windenabstinenz“ hier noch seinen ersten Windenstart-Alleinflug absolvieren, auch dazu ganz herzliche Glückwünsche.

SFC – Streckenflieger kommen in Schwarzwald und auf der Alb auch nicht zu kurz
Bereits am 29.7. flog Axel mit Marion knapp 500km erst die Alb nach Nordosten rauf und kurz vor Aalen dann nach Südosten nach Bayern bis Ohlstadt. Einen Tag später gings erst kurz zu einem kleinen „Alpenrundflug“ bis zur Zugspitzgegend und dann zurück nach Reiselfingen, Luftwandern par excellence und mit traumhafter Alpenkulisse!

Jan-Philipp flog die Alb-Rennstrecke und zurück, machte dann noch einen Abstecher bis kurz vors Oberrheintal beim Belchen und zurück nach Reiselfingen . Am Ende des Tages standen 512km auf dem Zähler.
Max und Jannik jagten den Arcus T im JoJo über die Albrennstrecke bis Aalen, das gab tolle 753km mit einem 125er Schnitt, ziemlich cool!
Spaßfaktor stimmte auch !
Insgesamt war es ein sehr erfolgreiches Fliegerlager in traumhafter Schwarzwaldlandschaft, das allen Teilnehmern richtig Spaß gemacht hat. Stellvertretend dafür Stefans und Brunos Kommentare:
O-Ton Stefan:
„Guten Abend zusammen, vielen lieben Dank allen Organisatoren, Helfern, Fluglehrern und Teilnehmern für das tolle Fluglager; die gemeinsamen Flüge, Teamarbeit am Boden, geselligen Runden am Abend und der direkte Austausch waren für mich sehr bereichernd und informativ! 👌Bin sehr froh teilgenommen zu haben und freue mich jetzt schon auf ein „nächstes Mal“. Das Flugfieber hat mich jetzt fest im Griff 😁🛩“

O-Ton Bruno „Ich fand es auch gut, vor allem die erfrischenden Duschen.“ Er meint die Fliegertaufen 😉

Ein herzlicher Dank geht zum Abschluss an alle Organisatoren, Fluglehrer und Windenfahrer sowie deren Ausbilder, ohne Euch läuft´s einfach nicht!


