Juni 6

Flug nach Helgoland mit der D-EVER (WT9 Dynamic) am 31.05.2021

 
 
 
Die WT9 Dynamic des SFC Betzdorf-Kirchen e.V.

Auf dem RGB Satellitenbild war am Morgen nur ein relativ dünner Schleier zu sehen, der sich fingerförmig von Sylt bis Helgoland erstreckte. Sylt hatte zu diesem Zeitpunkt CAT II Bedingungen, und das erste Telefonat mit EDXH Turm war ernüchternd. Nebel, keine Landung möglich.

Da wir das Unternehmen ab Lübeck starteten, hatten wir noch gut eine Stunde Flugzeit vor uns, so dass wir hofften, dass die Sonne den Nebel wegbrennen würde. Noch etwas zu warten, war für uns wegen der 2-stündigen Mittagspause keine Option, so dass wir unsere Reise „auf gut Glück“ begannen. Als Alternativprogramm kamen Wyk a.Föhr und St. Peter-Ording in Frage. Zu wenig Sprit muss bei unserer Dynamic ja nun wirklich kein Faktor sein!

Seenebel vor Helgoland in weißen Streifen beim Anflug

Während des Fluges verfolgten wir auf Langen Info die Informationen durch andere Piloten, die in der Gegend unterwegs waren.

Je näher wir der Küste kamen, desto besser konnten wir den Seenebel  erkennen; geformt in Wülsten unterschied­licher Dicke, schien er auf dem Meer zu wabern.

Bereits noch an der Küste in ca. 6500ft erhielten wir von Helgoland die Info, dass gerade die ersten beiden Maschinen gelandet seien und die Chancen gar nicht so schlecht stehen würden, dass es weiter aufgeht. Also setzen wir unseren Flug fort und hofften, dass uns das „Loch vom Dienst“ nicht im Stich lassen würde.

Vorne Helgoland Düne mit Flugplatz, hinten die Hauptinsel noch im Nebel

Na, das sieht doch gut aus! Im Vordergrund die Insel Helgoland Düne, auf der der Flugplatz liegt. Im Hintergrund die Hauptinsel, teils noch in Nebel gehüllt.

Helgoland Düne mit Flugplatz

Erst einmal die Lage von oben checken. Bei so vielen Pisten kommt man ja schnell durcheinander. 😊

Rechter Gegenanflug zur Piste 03, im Hintergrund rechts die Hauptinsel
Eindrehen in den rechten Queranflug zur Piste 03

Helgoland Düne ist frei, so dass wir auf der Piste 03 in den Endanflug gehen.

Im Endteil zur Piste 03
Kurz vor dem Aufsetzen über dem Strand

Knapp eine halbe Stunde nach der Landung hatte der Seenebel die Insel wieder fest im Griff. Glück gehabt! 😊

Schon hat der Nebel wieder alles im Griff

Wir beschlossen die Insel zu durchwandern und waren guter Dinge, dass die Sonne den Nebel im Laufe des Tages schon wegbrennen würde. Die durchziehenden Nebelschwaden im Wechsel mit sonnigen Abschnitten hatten dabei ihren ganz besonderen Reiz.

Noch ziemlich neblig …
Felsen mit Vogelkolonie
Basstölpel in der Vogelkolonie

Gegen 12:30 kamen wir an der Nordwestspitze mit der „langen Anna“ an. Die Vogelkolonien waren eher nur zu erahnen und zu hören als zu sehen.

Die „Lange Anna“ noch im Nebel

Wir nahmen uns viel Zeit, die Insel zu umrunden und gönnten uns erstmal ein gutes und leckeres Mittagessen, auch gegen die Bedenken, dass der Nebel vielleicht doch den Tag über bleibt…

Bis, ja bis um 14 Uhr ein Schalter umgelegt wurde und sämtlicher Nebel sich aufs Meer hinausgezogen hatte. Die Insel erstrahlte im Sonnenschein und wir gingen erneut den Weg zur „Langen Anna“.

Klare Sicht auf die „Lange Anna“

Gegen 17 Uhr hoben wir wieder ab, da wir in Heide-Büsum schon mal für den nächsten Tag die Dynamic volltanken wollten.

Die Inseln zeigten sich im beim Abschied strahlenden Sonnenlicht.

Abschied von Helgoland bei strahlendem Sonnenschein
Ehrenrunde um die Hauptinsel, rechts die „Lange Anna“

Ein sehr interessanter Tag ging zu Ende, bei dem die Wettervorhersagedaten unmittelbar mit der Realität verglichen werden konnten. Unsere optimistische Einschätzung nach Rücksprache mit dem sehr freundlichen Flugleiter hatte sich gelohnt, wobei uns das erforderliche Quäntchen Glück treu blieb.

Text und Fotos: Cornelia Theis und Michael Weller (SFC Betzdorf-Kirchen e.V.)

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